Musée Sentimental de l’Arrivée

Die Idee des Musée Sentimental stammt aus den späten 1970er Jahren und wurde erstmals als Ausstellungskonzept für das Stadtmuseum Köln realisiert. Zentraler Gedanke ist dabei, Geschichte anhand von Alltagsgegenständen zu vermitteln. Objekte, die Persönlichkeiten zur Verfügung stellen, werden durch andere Gegenstände, Fotos, Zeitungsartikel usw. kontexualisiert. „Das Objekt gilt als Anknüpfungspunkt für eine zu erzählende Geschichte, die dadurch nicht nur erklärt oder illustriert wird, sondern ‚erlebbar‘ gemacht werden soll.“ (te Hessen, Padberg 2011)

Der Gegenstand verkörpert also nicht nur die „große“ Geschichte, sondern vor allem die persönlich erlebte des Besitzers, der Besitzerin. Er wird dadurch zum Bindeglied zwischen objektivierter Geschichtsschau und persönlich erlebter Geschichte.

Das Musée Sentimental de l’Arrivée nimmt die Geschichten von geflüchteten und hier angekommenen Personen in den Blick. Im Zuge des Projekts werden nach und nach Erinnerungsstücke von Ankömmlingen gesammelt und in einen aktuellen zeitgeschichtlichen Kontext gestellt. Es ist als offenes Projekt konzipiert und wir wünschen uns, dass möglichst viele Menschen sich an der Idee beteiligen und uns Erinnerungsstücke zur Verfügung stellen.

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